2012 Botswana

Leopard trail in Botswana

Bilder von Botswana 2012

Anreise

Problemlos ging die Anreise mit der Deutschen Bahn. Dass wir nur zweite Klasse-Tickets hatten und für die erste die Plätze reserviert hatten, wurde erst kurz vor Frankfurt bemerkt.  Der Flug nach Johannesburg mit der South African Airlines war zwar lang, aber die Verpflegung war gut und Gerlinde hat mit Schlaftablette fast alles verschlafen.

Auf der Sonnenterrasse des Interconti-Hotels haben wir die Sonne und ein Bier genossen und das letzte Telefongespräch nach zu Hause abgesetzt. Mit Botswana-Airlines ging es dann nach Maun wo wir dann auch unsere Mitreisenden Jutta und Michael getroffen hatten. Vom Reiseführer "Master" und dem Übersetzer "Daniel" wurden wir bereits erwartet und gleich ging es in die Bezirkshauptstadt Maun. Dort wurde Geld gewechselt  (Botswana Pula) und Wasser sowie ein paar Dosen Bier gekauft wurde. Die erste Nacht verbrachten wir in der Island-Safari-Lodge und das sollte das letzte Bett für die nächsten 16 Tage sein.

Am 05.01.2012 ging es dann los. Master hatte noch die fünfte Mitreisende, Shormila, den Koch Victor und den Volontär Nick mitgebracht. Bei Granatenhitze ging es in den Süden des Landes zum Bushman Erlebnis in der Kalahari. Wir wurden im Zeltaufbau eingewiesen und der Bushman und seine zwei Frauen zeigten uns wie ein Überleben in der trockenen Halbwüste möglich ist. Nach einer Übernachtung ging es in das Central Kalahari Game Reserve. Aufstehen um 5.30 Uhr, denn die meisten Tiere sind früh aktiv, komisch nur, dass wir den Löwen am Wasserloch zur Mittagszeit gesehen hatten und die meisten Tiere morgens wohl noch geschlafen haben. Auf jeden Fall gab es herrliche Oryx-Antilopen, jede Menge Strauße und den ersten Leoparden.

Kalahari

Eigentlich hatte ich mir je geschworen, dass Zelturlaube vorbei seien, aber diesmal waren es drei Wochen mit Zelt, Bush-Toilette und Bush-Dusche. Das ist Erlebnis pur den schwarzen Egeln beim morgendlichen Geschäft zu zusehen oder sich mit ein paar Tropfen kostbaren Wassers zu duschen. In der Nacht hat mich eine Taube mit ihrem Gurren fast wahnsinnig gemacht aber zum Glück ist die Nacht um 5.30 Uhr vorbei. Nach dem obligatorischen Marmeladenbrotfrühstück wurde am 9. Januar Tau Pan und Deception Valley besucht, dabei fanden wir neben Nichts und Mondlandschaft ein Giraffengerippe das zu vielen Fragen nach dem Tod des Tieres führte. Meiner Meinung nach wurde die arme Giraffe von einem Meteor getroffen, denn der Kopf lag abgetrennt einige Meter vom Rest entfernt. Als keiner mehr mit etwas gerechnet hatte, fanden  wir zur Mittagszeit einen Löwen am Wasserloch der sich ausgesprochen fotogen präsentiere. Zum Mittagessen gab es Couscous mit Karottensalat damit die Augen geschärft werden sollten. Aber trotz Karotten gab es bei der nächsten Pirschfahrt nur einen kleinen Waran zu sehen. Am 10. Januar wurde ein neuer Rekord im Zeltabbau aufgestellt und wir waren bereits vor 7 Uhr auf Pirschfahrt und dann ging es aus der Kalahari zurück nach Maun. In dortigen Internet-Cafe hatten wir schnell eine E-Mail nach Hause abgesetzt und frisches Wasser gekauft. Für eine Nacht ging es in die Island-Safari-Lodge wo wir uns beim gemeinsamen Abendessen ein absolut zähes Steak einverleibt bzw zurückgegeben haben.

Okavango Delta

Wir waren bereits im Jahr 2003 bei unserer ersten Afrikareise im Okavango Delta und hatten die besten Erinnerungen an Elefanten und grandiose Sonnenuntergänge. Aber bevor es dazu kam mussten erst einmal die 300 km bis zur Nguma-Safari-Lodge zurückgelegt werden. Dort wurde alles auf Motorboote verladen und dann ging es in flotter Fahrt bis zur Mokoro-Anlegestelle. Patrick unser Poler stakte uns sicher durch die Papyruskanäle. Am Abend ging es dann zur sagenhaften Mokorotour, aber außer ein paar Wasserläufern, Bea-eatern und Wasserlilien gab es nichts zu sehen. Der Sonnenuntergang war eher bescheiden, dafür ging es wegen der vielen Moskitos bald ins Bett. Am nächsten Tag war nach einer kurzen Fahrt im Mokoro der Nature walk angesagt.  Headpoler Sisco führte uns über eine Insel und klärte uns zu Beginn auf welche Zeichen er im Gefahrenfall geben werde und wie wir uns dann verhalten müssten. Abgesehen von ein paar Ameisen waren aber keine Tiere auf der Insel und in dem Erdloch, das er uns erklärte, hauste schon lange kein Tier mehr, denn wir hatten gelernt, dass dann keine Spinnennetze davor wären. Am Nachmittag sind wir zwei Paare dann mit den Polern zum Baden gegangen. Dabei ging es zunächst knapp an Flusspferden vorbei und man hatte beim anschließenden Baden zunächst Bedenken, ob die Kolosse nicht vorbei kommen könnten, aber der Badespaß und die Abkühlung überwogen die Sorgen. Am Abend sollte ein zweiter Nature walk erfolgen, aber nachdem es noch zu regnen begonnen hatte wurde dieses Abenteuer vorzeitig abgebrochen. Na ja, manchmal lebt man eben leichter in Erinnerungen, denn Vergangenes läßt sich eben nicht so einfach wiederholen. Am nächsten Tag war wieder Fahrtag. Erst mal raus dem Okavango Delta und dann zurück über Maun bis zum Audi-Camp. Dort war Gelegenheit ausgiebig zu duschen und ordentliche Toiletten zu benutzen. Mann musste sich eben überwinden und die vielen schwarzen Käfer in der Schüssel ignorieren.

Moremi

Am 14. Januar hieß das Ziel Moremi-Nationalpark und zunächst sah es aus, als ob die Regenzeit tatsächlich einsetzen sollte aber schon bald kam die Sonne wieder heiß durch. Bei der Einfahrt in den Park gab es die ersten Giraffen und sonstiges Getier aber dann war lange nichts mehr zu sehen aber dann: Zwei Löwen gab zum bestaunen und als wir schon weiter wollten, bemerkte jemand, dass über den Löwen ein Leopard in den Bäumen saß - ein phantastisches Erlebnis. Es ging zu einem idyllischen Bush-Camp unter hohen Mopane Bäumen, allerdings schien sich der Boden zu bewegen, denn tausende von Raupen fielen von den Bäumen und machten sich auf den Weg wieder dort hinauf und den Raupen war es egal ob Baum oder Bein, Hauptsache aufwärts. Auf Grund des Raupenregens wurde dann ein Dach gespannt, vielleicht war der Grund aber auch, dass die Plane einfach mal wieder an die Luft musste, denn sie müffelte sehr. Apropos schlechte Luft, in unserem Zelt herrschte auch schlechte Luft, nicht nur wegen unserer Abgase, sondern weil unser Zelt meist in Rauchrichtung des Lagerfeuers lag und weil inzwischen einfach alles irgendwie gestunken hat. Ein riesiger Elefantenbulle der ganz nah an unserem Auto vorbei ging und dann ein Bad nahm und eine schwarze Mamba die über die Straße huschte, waren die Aufreger des Tages und wurden ausgiebig diskutiert. Am 17. Januar verließen wir den Moremi-Park und hatten dabei den photographischen Höhepunkt: In einem Termitenhügel räkelte sich ein Leopard und posierte für die Kameras.

Chobe

Und dann kamen sie doch noch, die Tierherden. Beim Einfahren in den Chobe-Nationalpark kamen uns riesige Zebra- und Gnuherden entgegen. Warzenschweine, Giraffen, Flusspferde und Elefanten, der Tierreichtum wurde immer noch imposanter. Mal in respektvollem Abstand vor den mastigen Elefantenbullen, dann fast mittendrin in Elefantenherden wusste man gar nicht was man zuerst fotografieren sollte. Die Elefantenpopulation ist so riesig und bereits bedenklich, denn teilweise waren ganze Wälder abgefressen.  Als wir dann noch ein Rudel Wild dogs sahen, war Shormilla ganz aus dem Häuschen und klärte uns auf, dass diese vom aussterben bedrohte Rasse die Reise schon gerechtfertigt hätte. Bedenklich war die Tiervielfalt natürlich auch bei den abendlichen Diskussionen am Lagerfeuer und ob man den nächsten Tag wohl unbeschadet erleben würde. Master gab uns gute Ratschläge und mit meinem Schweizer Taschenmesser in der Hand war das kein Problem, zumal ich Nachts nicht auf die Toilette musste. Am 20. Januar verließen wir den Chobe-Nationlpark, lieferten Victor, unseren fröhlichen Koch ab und setzten über den Sambesi nach Sambia über.

Schluss

Die Victoriafälle hatten wir bei unserer Tour 2003 bei Niedrigwasser erlebt und damals hieß es, ihr müsst bei Hochwasser kommen und da waren wir nun. Gerlinde hatte sich zum Glück den Regenmantel gemietet, ich hatte geglaubt, die Regenjacke würde ausreichen. Die Wassermassen waren so gewaltig, dass es von der Gischt in Strömen regnete und Fotografieren fast nicht möglich war. Auf dem dortigen Markt haben wir uns dann noch ein paar Souvenirs andrehen lassen und dann ging es von Livingstone über Johannesburg zurück nach Frankfurt. Wir erreichten den ersten Zug und waren früh zu Hause, rechtzeitig zu Annegret's Geburtstagsfeier, die aber wegen Krankheit abgesagt worden war.

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