LKW11.jpg

154. Jahreshauptversammlung

Bilder von der Hauptversammlung

"Geh, denk nach" (Va, pensiereo) intonierten die Anwesenden am 1. Februar 2019 im Feuerwehrhaus zur Eröffnung der 154. Jahreshauptversammlung des Liederkranz Warthausen.

Nach der Feststellung der ordentlichen Einladung eröffnete der 1. Vorsitzende, Siegmar Schmidt, die gut besuchte Veranstaltung. Zum Totengedenken wurden die Verstorbenen genannt: Karl Ackermann, Paula Gapp, Josef Schühle, Franz Jakesch, Willi Städele und Karl Härle.

Der Vorsitzende eröffnete den Reigen der Berichte und erläuterte seine Tätigkeiten. Die Einberufung der Vorstandssitzung, Erstellung der INFO und die Sitzungen auf Regions- und Verbandsebene seien mit etlichem Zeitaufwand verbunden gewesen. Den größten Batzen aber habe aber die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gebraucht. Das neue europäische Gesetz hätte die Vereine überfahren und man sei am Anfang recht im Regegen gestanden und viele Vereine hätten im vorauseilenden Gehgorsam die Mitglieder mit unausgegorenen Schreiben bomardiert. Das Internet nutzte diese Unsicherheit und plötzlich gab es tausend Angebot zur Hilfe aber die meisten gab es nur gegen Bezahlung. Das Seminar des Bundesverbandes der Vereinigung im Ehrenamt war umfangreich machte aber noch mehr Angst bei den drastischen Strafen und Bußgelder die dort genannt wurden. Beim Servicetag des OCV im Juni mit Justitiar Heieck hat dann doch viel Wind aus den Segeln genommen und von dieser Stelle gab es auch einen guten Leitfaden und Hilfestellung für die Vereine. Wichtig ist, dass im Prinzip weiterhin alles erlaubt ist, man muss sich lediglich die Zustimmung zur Erhebung der Daten holen und das ist eben die Krux. Jeden und jedesmal zu fragen ob dieses oder jenes Datum erhoben werden darf ist nicht machbar. Wir haben intensiv darüber diskutiert und eine Datenschutzrichtlinie für den Liederkranz erarbeitet. Der Vorsitzende präsentierte die Datenschutzerklärung und das neue, umfangreiche Aufnahmeformular

Kassier Martin Götz brachte den Kassenstand detailliert auf die Leinwand. Erfreulich sei beim Liederkranz, dass nach der Beitragserhöhung der Kassenstand auf konstantem Niveau bliebe, was zeige, dass man sich damlas richtig entschieden hätte. Bei CHORISMA zeigte die Bestandskurve nach unten, das sei aber durch die hohen Kosten der Chorreise ins Pustertal erklärbar und so etwas käme auch nicht jedes Jahr vor. Die Kasse war von Ingrid Raiber und Thomas Schmidt geprüft worden und Thomas führte in seinem Bericht aus, dass alle Buchungen nachvollziehbar waren und die Kassenbelege vorlägen. Er bescheinigte dem Kassier eine tadellose Buchführung.

Abteilungssprecherin Irmgard Weiler ließ das vergangene Jahr für den traditionellen Chor Revue passieren. Beim Frühjahrskonzert, beim Singen im Pflegeheim und insbesondere beim Vocal im Spital hätte sich der Liederkranz gesanglich sehr gut präsentiert. Auch die Geselligkeit sei mit der Maiwanderung, dem Ausflug und einem tollen Sommerfest nicht zu kurz gekommen. Für die Gemeinde sei die Fahnenabordnung bei verschiedenen Veranstaltungen vertreten gewesen und den Maibaum hätte wiederum der Liederkranz bekranzt. Chorleiterin Helena Klein lobte den Chor für die Mitarbeit und sie freue sich schon auf das Herbstkonzert zusammen mit dem Frauenchor FIS. Sie bedankte sich bei den Chorsprecherinnen für die gute Zusammenarbeit und bei Vizedirigent Siegmar Schmidt für dessen Aushilfe.

Chorsprecherin Bea Math gab den Rückblick für CHORISMA. Zehn Jahre Chorleiter Simon Föhr hätte man ausgiebig gefeiert und Aushilfschorlieterin Melanie Straub hätte man zum Geburtstag in Waging besucht. Etwas ganz Besonderes sei die Konzertreise ins Pustertal gewesen und CHORISMS hätte stolz die deutsche Fahne hoch gehalten. Zwei ausverkaufte Herbstkonzerte in Warthausen hätten die Zuhörer begeistert. Der Chor hätte sich mit dem „Bus-Rap“ für den öffentlichen Nahverkehr engagiert und mit der Teilnahme bei der Weihnachtssoiree des dramatischen Vereins in der Stadthalle wieder etwas Neues probiert. Chorleiter Simon Föhr meinte: „Der Teufel steckt im Detail“, denn immer sei etwas Unvorhergesehenes passiert aber der Chor hätte alle Klippen souverän umschifft. Er lobte das Leitungsteam und überreichte den ganz Eifrigen ein Geschenk.

Nach so vielen positiven Berichten leitete der Vorsitzende zur Entlastung über. Der stellvetretende Bürgermeister Hermann Huchler, der inzwischen selbst seine Stimme bei CHORISMA versucht, übernahm diese Aufgabe gern. Ohne Gegenstimme wurde die Entlastung erteilt und Huchler dankte den Verantwortlichen im Namen der Gemeinde für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit. Auf den ältesten Verein am Ort sei eben Verlass und der Liederkranz und seine Fahnenabteilung oft in der Gemeinde präsent.

Die Wahlen gingen in sekundenschnelle über die Bühne. Wahlleiter Dietmar Geier erklärte, dass Rita Schlanser für weitere drei Jahre als Schriftführerin zur Verfügung stände und als sich auf Nachfrage kein anderer Kandidat meldete, wurde Rita einstimmig per Handzeichen gewählt und mit viel Applaus bedacht.

Für 20 Jahre aktives Singen wurde Gisela Raunecker ausgezeichnet. Sie erhielt neben der Urkunde eine Brosche, eine Anstecknadel und die Medaille des Liederkranzes. Zur Erinnerung gab es noch die Vereinschronik.

Leider konnten nur zwei Jubilare der fördernden Mitglieder ihre Ehrung entgegen nehmen, die anderen waren krank oder konnten wegen sonstiger Beschwerden nicht teilnehmen. Helmut Reichart wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft mit einer Urkunde ausgezeichnet. Als älteste Frau im Liederkranz sei es ihm eine Ehre die Rosa Gerster für 60 Jahre Mitgliedschaft zu ehren und Sie müsse es gut mit den Männer gekonnt haben, meinte der Vorsitzende. Rosa klärte auf wie es damals war: "Zu jener Zeit war die Lindenwirtin die einzige Frau beim Liederkranz, der damals noch ein Männerchor war. Als die Wirtin verstorben sei, hätte man das Probenlokal in den Bahnhof verlegt und dort sei eben Sie für die Verköstiung der Männer verantwortlich gewesen und das sei den Herren so wichtig gewesen, dass Sie dann als einzige Frau Mitglied beim Liederkranz war.

Geehrt wurden außerdem: Für 30 Jahre Juliane Posner (war die erste weibliche Chorleiterin), für 40 Jahre Arnulf Schmitt, für 50 Jahre Adolf Hagel, für 60 Jahre Ulrich Hofherr und für 70 Jahre Karl Enderle.

Es gingen keine Wortmeldungen zum Tagesordnungspunkt Verschiedenes ein und so beschloss der Vorsitzende mit einem Dank an die Anwesenden und insbesondere an die Feuerwehr die Versammlung. Gemeinsam wurden die Irischen Segenswünsche gesungen.

 

Drucken