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Trigema-Hohenzollern-Bussen

Bilder vom Ausflug

Bei der Auswahl des Ausflugszieles gab es mehrere lange Gesichter, denn was soll eine Betriebsbesichtigung bei Trigema bringen? Aber die Miesepeter wurden eines Besseren belehrt, denn dieser Teil war der absolute Höhepunkt des Ausfluges. Aber der Reihe nach:

Nach Rekordhitze hatte es am Tag vor dem Ausflug kräftig geregnet und so ging es am 2. Juli 2019 bei angenehmen Temperaturen zum Ausflug des Liederkranz Warthausen. Wie immer fromm, denn man war wieder mit dem Busunternehmen Fromm unterwegs und christlich, denn man startete zu einer angenehmen Zeit ging es nach dem Einsammeln der fast 40 Ausflügler in Richtung Alb. Bei Ittenhausen legten wir die erste Rast ein und es gab Kaffee und Zopfbrot vom Veranstalter und auch mit dem ersten Bier wurde auf einen schönen Tag angestoßen. Weiter ging es nach Burladingen zu Trigema. Dort wurden wir freundlich empfangen und es gab zunächst Kopfhörer und einen kurzen Einführungsfilm über die Landschaft und die Firma. Dann begaben wir uns auf eine hochinteressante Firmenführung. Der gesamte Stoff wird dort gestrickt; natürlich von Maschinen. Es wird vorwiegend griechische Baumwolle verwendet. Erstaunlich wieviel Know-how verwendet wird um verwindungsfreie Bahnen herzustellen. Die Färberei, die man aus Filmen aus dem Ausland als Hexenküchen kennt, waren dort geruchlos zu betrachten und auch das Bleichen geht ohne Chlor vonstatten. Beeindruckend auch das zuschneiden der über 100 Stoffbahnen mit der "Stichsäge" und dazu verständliche Erklärungen warum und weshalb. Die Teile werden von Hand zusammen genäht und es gibt sogar Männer die diese Tätigkeiten machen. Das Aufbügeln von Mustern und Strass war ja noch bekannt aber der Auftrag der Farben mittels Siebdruck und die Siebe mal in Natura zu sehen, das war schon beachtlich. Und zum Schluss ging es noch in die Verwaltung und unsere Charmante Betreuerin erzählte, dass der Chef im Großraumbüro bei den Angestellten mitarbeite. Da glaubten natürlich nur die Wenigstens und dass der Chef, Wolfgang Grupp, so einfach zu sehen sei, das dachte keiner. Um so mehr waren wir überrascht, dass wir durch die Schreibtische laufen durften und dann saß er tatsächlich da. Wie immer edel gekleidet begrüßte er uns und insbesondere Christa. Herr Grupp hatte eine Beinoperation und muss derzeit an Krücken gehen und dass passte natürlich gut zum Rollator von Christa. Der Chor intonierte Siyahamba und Siegmar meinte, dass es eigentlich nicht richtig wäre in dem deutschen Haus ein afrikanisches Lied zu singen, aber in Anbetracht des afrikanischen Werbeaffens sei es wohl angebracht. Grupp meinte, der Affe sei inzwischen digital und weltweit und der Gesang hätte gefallen. Zum Abschluss gab es noch Leberkäse mit Kartoffelsalat im Hause Trigema und viele Diskussionen über die Firmenphilosophie und wie und was in Deutschland möglich ist.

So gestärkt ging es noch in den Test-Shop von Trigema und fast alle wurden fündig und kauften Deutsche Qualitätsware. Danach ging es über Hechingen weiter zur Burg Hohenzollern. Schon von Weiten war das majestätische Bauwerk mit seinen markanten Türmen zu sehen. Die Fußkranken und die, die zuviel Läberkäse gegessen hatten, ließen sich vom Shuttlebus hochfahren, der Rest erklomm die Stufen bei ganz schöner Hitze. Durch das Adlertor ging es hoch zur Burgführung. In Filzpantoffeln ging es durch die Burgräume und der Herr Kugele erklärte auf lustige Art und Weise die Geschichte der Burg. Dass es bereits die dritte Burg sei und dass es eine fränkische und eine schwäbische Hozenzollern-Linie gibt und viele Anekdoten erfuhren wir. Zum Ende gab es noch ein kühles Getränk im Burgkaffe, ehe man sich an den Abstieg machte.

Den Abschluss bildete das Vesper im Schönblick am Bussen. Ob Tellersulz oder Wurstsalat oder gar die berühmten Hähnchen, es mundete hervorragend und als Dank für das gute Essen intonierten wir noch ein paar Lieder. Ein toller Ausflug ohne stundenlange Fahrt, der wieder einmal zeigte: "Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah".

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